Kontrastansicht zur Hauptnavigation zum Hauptinhalt
0

Mai 1945

"Rechtsanwalt Dr. Fritz Eppinger, bisher Rechtsberater in der Stadtverwaltung, übernimmt das Amt des Landrats in Öhringen. Sein Nachfolger wird Rechtsanwalt Hermann Sihler, der zugleich die Personal-Abteilung betreut.

Eröffnung einer provisorischen Station der Hautklinik im Gebäude Bismarckstraße 89.

Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) ist unter Mitwirkung der amerikanischen Militärregierung auch für Heilbronn wieder ins Leben gerufen worden; Leiter: Fritz Reinhardt (Böckingen). Nach den amerikanischen Direktiven soll der ADGB rein wirtschaftlich und sozial arbeiten, nicht politisch. Zunächst sollen folgende Branchen in Gang gebracht und betreut werden: Metallarbeiter, Holzarbeiter, Bauarbeiter, Nahrungsmittelbereich, Verkehrswesen (Eisenbahn). Ihm zu unterstellen sind: Arbeitsamt, Krankenkassen, soziale Versicherungen.

Die Räubereien und Ausplünderungen von Zivilpersonen, denen vor allem Fahrräder abgenommen werden, von Wohnungen, Nahrungsmittellagerräumen (Wüwa, Neckarring, Heeresverpflegungsamt, Knorr) und Weinkellern (Hauptzollamt, Schoellkopf, Herold, Küferei Heinrich Gucker u.a.) durch Polen, Russen und Franzosen nehmen zu, obwohl die amerikanische Militärregierung diese Entwicklung zu steuern sucht durch deren Zusammenlegung, z.B. im früheren englischen Offiziers-Gefangenenlager in Weinsberg (Franzosen und Polen) und in der Schlieffenkaserne (Russen). Viele der Displaced Persons (DPs), wie die Amerikaner die in ihrer Mehrzahl vom nationalsozialistischen Regime hierher Verschleppten und zur Zwangsarbeit Herangezogenen nennen, kampieren jedoch in den Weinberghäuschen und sind kaum zu fassen. An den Plünderungen und Diebstählen sind aber auch Deutsche beteiligt. Aus den Silos der Wüwa werden riesige Mengen Reis, Mehl, Raps, Mohn, Haferflocken, Zucker entwendet, aus dem Neckarring Gemüse, Obst und Marmeladekonserven, aus dem Heeresverpflegungsamt Mehl und Nährmittel, aus dem Heeresbekleidungsamt Stoffe und Uniformen, aus dem Kaufhaus Beilharz Stoffe, Kleider, Wäsche, Haushaltsartikel (die dort zurückgelassenen Waren werden vernichtet).

Der Betriebsleiter der Firma Weisert & Daur, Graphische Kunstanstalt und Druckerei (Innsbrucker Straße 12/14) beabsichtigt, eine Zeitung ins Leben zu rufen, und will sich die Genehmigung hierzu von der amerikanischen Militärregierung einholen.

Auf Anordnung von OB und Landrat Emil Beutinger wird eine Bestandsaufnahme sämtlicher Kraftfahrzeuge im Großraum Heilbronn durchgeführt."

"Das Detachment E1C3 für Württemberg-Baden befindet sich zur Zeit in Schwäbisch Hall."

"Eine amerikanische Pontonbrücke über den Neckar vom linksseitigen Ufer zur Knorrstraße ist nun auch für den zivilen Fahrzeugverkehr freigegeben.

Nachmittags brennt in der Wollhausstraße erstmals das elektrische Licht wieder.

Der Inhaber der Vorspann-Werbung, Gustav Scherer, sowie der frühere Geschäftsführer des sozialdemokratischen Neckar-Echos, Friedrich Knapper, wollen Tageszeitungen ins Leben rufen, letzterer in Verbindung mit dem einstigen sozialdemokratischen Land- und Reichstagsabgeordneten Fritz Ulrich.

Die Bevölkerung Heilbronns beträgt jetzt rund 35.000 Personen."

"Im Krematorium hält Stadtpfarrer Dr. Otto Jäger vormittags wieder Gottesdienst; Thema seiner Predigt: 'Was Gott tut, das ist wohlgetan.'"

"Rechtsanwalt Hermann Sihler wird zweiter BM und Personalamtschef. Polizeidirektor ist Rechtsanwalt Dr. Rudolf Brauch.

Die seit 1933 genehmigten Baulinien im Stadtgebiet werden von OB Emil Beutinger zwecks Nachprüfung ab sofort aufgehoben.

Der Kommunalverband erhält die Bezeichnung Ernährungsamt A des Großkreises Heilbronn.

Eine öffentliche Bekanntmachung warnt vor dem Trinken ungekochten Wassers.

In den Räumen der ehemaligen NSDAP-Ortsgruppe Kastropp in der Steinstraße 80 (dieser Teil der Steinstraße wird später in Silcherstraße umbenannt) ist ein Büro des Counter Intelligence Corps (CIC) eingerichtet worden.

Seit Ende April sind Zehntausende deutscher Kriegsgefangener von den Amerikanern auf dem Gelände des VfR-Platzes notdürftig, ohne Decken und Zelte, interniert. Nun werden auf den Böckinger Höhen nördlich und südlich der Bahnlinie nach Eppingen zwei Kriegsgefangenenlager eingerichtet. Durch diese beiden Lager gehen – nach zuverlässigen Schätzungen – rund zwei Millionen deutsche Gefangene, teils zur Entlassung, teils aber auch zum Arbeitseinsatz nach Frankreich.

Der größte Teil (280 von 310 Häusern) der Ernst-Weinstein-Siedlung (Kreuzgrund) und ein Teil des Haselter sowie das umgliegende Gelände sind für die Besatzungstruppen und die Wachmannschaften des Kriegsgefangenenlagers beschlagnahmt und besetzt worden; die Bewohner dieser Siedlungen müssen ihre Wohnstätten räumen.

Vor einigen Tagen haben die amerikanischen Besatzungstruppen die Bahnstrecke Heilbronn – Öhringen in Betrieb genommen."

"Auf dem europäischen Kampfplatz fallen die letzten Schüsse des bisher furchtbarsten Krieges der Weltgeschichte. Ab 2.41 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit schweigen die Waffen. Der Zweite Weltkrieg ist damit für Deutschland de facto zu Ende.

Das Detachment E1C3 bezieht sein Hauptquartier in Schwäbisch Gmünd, da Stuttgart von den Franzosen besetzt ist.

Wiedereinführung der Lebensmittelbewirtschaftung im Stadtteil Böckingen; zehn Abschnitte der Lebensmittelkarten der 74./75. Zuteilungsperiode sind für Böckingen außer Kraft gesetzt.

Kunstmaler Robert Edler wird von russischen Arbeitern auf der Straße erschossen, weil er die Herausgabe seines Fahrrades verweigert."

"Aufruf von OB Emil Beutinger, die Auffindung von Leichen zu melden und nichts von den Sachen, die sie bei sich haben, wegzunehmen.

In einem weiteren Aufruf ('Schämt Euch!') fordert Beutinger die Bevölkerung auf, die aus den Lagern gestohlenen Lebensmittel und Waren zurückzugeben. Er droht Hausdurchsuchungen und strengste Bestrafung bei Nichtbefolgung an.

Für heute ist die Hundesteuer 1945 (30 RM) zur Zahlung aufgerufen, gleichzeitig Neuanmeldung der Hunde.

Um 0:01 Uhr wird der Waffenstillstand offiziell erklärt. Die amerikanischen Soldaten feiern den Sieg der Alliierten, ohne daß es zu Ausschreitungen kommt, ebenso die bisherigen Kriegsgefangenen der Deutschen und die zwangsweise in Heilbronn arbeitenden Franzosen, Polen und Russen."

"Die Ausgehzeit für die Bevölkerung wird ab sofort von 6 bis 20:30 Uhr festgesetzt (bisher nur bis 19 Uhr).

Der Himmelfahrtstag wird heute erstmals wieder als Feiertag begangen."

"Aufforderung von OB Emil Beutinger an die Angehörigen der früheren Freiwilligen Feuerwehr und der späteren Feuerwehr-Organisationen zur Meldung bei Polizeidirektor Dr. Rudolf Brauch.

Auf dem zerstörten Böckinger Rangierbahnhof stehen noch unausgeladen zehn Waggons mit Getreide, acht mit Kohlen, einer mit Holzkohle, 9.000 l Verarbeitungssprit und 3.000 l Petroleum. In den Silos der Mannheimer Lagerhausgesellschaft und der Haniel & Cie. lagern 4.000 t Roggen, der teilweise brennt. Ein 1.500-t-Schiff im Neckarkanal ist mit Mehl beladen, das nicht gelöscht werden kann, weil die Krane im Hafen nicht funktionsfähig und Sackträger nicht vorhanden sind.

Die Heilbronner Bäckereien sind zwar für ein Vierteljahr mit Kohlen versorgt, aber die Roggenmehlbeschaffung macht infolge der Transportlage Schwierigkeiten.

In Böckingen erscheint die Nr. 1 des Mitteilungsblattes der Antifaschistischen Front in Form eines zweiseitigen hektographierten Quartblattes."

"Aufforderung von OB Emil Beutinger an die Ärzte mit chirurgischer Ausbildung, sich beim städtischen Krankenhaus im Weißenhof (Weinsberg) zu melden."

"Ab heute werden Rücktransporte amerikanischer Geschütze durchgeführt. Gleichzeitig gehen umfangreiche Munitions- und Öltransporte nach Osten.

Die seit über 14 Tagen anhaltenden Transporte von täglich 1.000 – 3.000 deutschen Kriegsgefangenen westwärts werden ebenfalls fortgesetzt."

"Mit Genehmigung der amerikanischen Militärregierung eröffnen ab heute folgende Banken ihren Betrieb wieder: Deutsche Bank (Lerchenstraße 10); Dresdner Bank (Kilianstraße 14); Handels- und Gewerbebank AG (Alexanderstraße 10), die schon einige Tage früher Geld auszahlen durfte; Heilbronner Bankverein (Haus Ludwig Gerock, Dittmarstraße 34); Kreissparkasse (Klarastraße 23).

Die Stadtwerke haben ihr Büro in der Südstraße 100 (1. Stock); das städtische Elektrizitätswerk ist in der Wiener Straße 42 etabliert."

"Kaufmann Paul Meyle tritt als erster Stellvertreter von OB Emil Beutinger mit dem Titel 'Bürgermeister' in die Stadtverwaltung ein.

Eine heute am allgemeinen Anschlagbrett des Rathauses ausgehängte Liste Nr. 1 enthält 14 Namen von Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die wegen Mitgliedschaft in der NSDAP und politischer Betätigung im Dritten Reich entlassen worden sind, darunter Heinrich Gültig (ehemaliger OB), Hugo Kölle (ehemaliger zweiter BM), Stadtamtmann Wilhelm Schniepp (Leiter des städtischen Krankenhauses), Stadtamtmann Gustav Schempf (Leiter des Liegenschaftsamtes), Stadtamtmann Christian Mailänder (Stadtkasse), die Sekretärinnen des früheren OB u.a. Außerdem sind sämtliche Ratsherren ihrer Funktion enthoben.

Die zweite, ebenfalls heute veröffentlichte Liste enthält die Namen von weiteren zehn Personen, darunter verschiedene Bürgermeister im Landkreis Heilbronn.

Die städtische Arbeitsvermittlungsstelle ist in die Jugendherberge in der Schützenstraße 16 verlegt worden und bereits in Tätigkeit.

In der Prager Straße 64 ist von der amerikanischen Militärregierung die Passierscheinstelle eingerichtet worden.

Sieben Firmen dürfen mit Erlaubnis der amerikanischen Militärregierung ihren Betrieb wieder aufnehmen: die Nahrungsmittelfabrik C. H. Knorr AG, die Konservenfabriken Löwenwerke und Neckarring, Essigfabrik Wecker, Seifenfabrik Kraemer & Flammer, Ölfabrik Hagenbucher und die Zuckerfabrik AG. Vorübergehend darf auch die Gelatinefabrik Koepff & Söhne zur Aufarbeitung ihrer Rohstoffvorräte produzieren. Die Rosenaubrauerei setzt ihren Biervorrat ab. In der Clußschen Brauerei (zerstört) lagern noch 4.000 l Bier, die von der amerikanischen Militärregierung vorläufig beschlagnahmt sind.

Die Handels- und Gewerbebank Heilbronn AG ist von der amerikanischen Militärregierung dazu bestimmt worden, Anmeldungen, Erklärungen usw. gemäß den Militärverordnungen Nr. 52 (Vermögensbeschlagnahme) und Nr. 53 (Devisenbewirtschaftung) entgegenzunehmen.

Für den Großkreis Heilbronn stehen zur Zeit 8.000 t Roggenmehl zur Verfügung.

Der Konsumverein backt im Auftrag der amerikanischen Militärregierung für die deutschen Kriegsgefangenen täglich 14.000 Roggenbrote. Auch mehrere Bäckereien in Böckingen sind mit der Brotherstellung für das Lager beauftragt. Dort sollen sich ca. 60.000 Gefangene aufhalten."

"Emil Beutinger fordert die Bewohner der Stadtteile, in denen die Wasserleitung bereits funktioniert, zum sparsamen Verbrauch auf, da sonst Sperrzeiten eingeführt werden müssen. Verboten ist der Gebrauch von Gartenspritzen und ähnlichen Geräten.

Deutsche Zivilpersonen, die Englisch sprechen und als Dolmetscher und Übersetzer qualifiziert sind, werden aufgefordert, sich beim OB zu melden."

"Bei einem Kirchenkonzert in der Kilianskirche in Talheim spielt Christian Leichtle Orgel. Er ist der Gründer der Heilbronner Volkshochschule, die er wieder ins Leben rufen will.

Lang ersehnter Regen geht nieder (letzte Regenfälle etwa 12.-14. April)."

"Einer Bekanntmachung von OB Emil Beutinger an die Autobesitzer zufolge 'muß sich jeder Wagenbesitzer melden, sein Wagen bedarf der Zulassung und erhält einen Ausweis, um ungehindert fahren zu können'. Zuwiderhandlungen sollen streng bestraft werden.

Niemand darf in die Stadt zurückkehren und Wohnung oder Unterkunft vom Wohnungsamt vermittelt bekommen, der nicht nachgewiesenermaßen in Arbeit steht. Infolgedessen können alte und nicht arbeitsfähige Leute zur Zeit nicht nach Heilbronn zurückziehen. Viele Heilbronner Familien kommen aber dennoch, obwohl der Mann keine Arbeit hat, und richten sich in den Untergeschossen ihrer zerstörten Häuser ein. Auch dies ist unerwünscht, weil dadurch die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln und durch die Ärzteschaft nicht gewährleistet werden kann. Außerdem wird das Souterrain-Wohnen bei andauerndem Regen und im Winter zum Problem werden.

Es mangelt an Bauhandwerkern in erheblichem Umfang, weil diese zum allergrößten Teil nicht in die Stadt zurückkommen wollen, sondern lieber bei den Bauern gegen Essen und Unterkunft arbeiten."

"In Neckargartach wird anstelle des bisherigen, von der amerikanischen Militärregierung eingesetzten BM Karl Schlör der Geschäftsführer a. D. August Ellinger (früher Gewerkschaftssekretär beim Metallarbeiterverband) zum BM ernannt.

Die Ausgehzeit wird von 20:30 auf 21 Uhr verlängert.

Gerüchteweise wird bekannt, daß aus dem Hauptzollamt, das am 4. Dezember 1944 teilweise zerstört worden ist, aber noch Lagermöglichkeiten hat, nach dem Kampf um die Stadt 850 Sack Kaffee, 2.000 Sack Zucker und 1,7 Millionen l Wein entwendet worden sein sollen. 1 Million l Wein sollen dort noch lagern, allerdings von den Amerikanern inzwischen beschlagnahmt. In der Zigarrenfabrik Reiner in der Badstraße 54/60 seien 7 Millionen Zigarren gestohlen und 3 Millionen vernichtet worden."

"Auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung ist jeglicher Verkauf von Bier, Wein, Likören, Schnäpsen und sonstigen alkoholischen Getränken, auch in kleinsten Mengen, ab sofort verboten.

Die Mitarbeiter der Heilbronner Post haben sich umgehend bei Postoberinspektor Karl Stahl in der Werderstraße 158 zu melden."

"In Neckargartach tritt BM August Ellinger von seinem Posten zurück; das Amt übernimmt wieder sein Vorgänger, Karl Schlör."

"Veröffentlichung einer neuen Liste mit den Namen von 19 Beamten, Angestellten und Arbeitern aus der Stadtverwaltung, die wegen ihrer Zugehörigkeit zur NSDAP entlassen wurden."

"Aufruf von OB Emil Beutinger, in dem auf die ernste Gefahr einer herannahenden Hungersnot hingewiesen wird. Die gesamte männliche Bevölkerung Heilbronns hat sich bis spätestens 31. Mai bei der städtischen Arbeitsvermittlungsstelle in der Schützenstraße 16 (Jugendherberge) zu melden. Man will möglichst viele Hilfskräfte für die Arbeit auf dem Lande mobilisieren. Für die Unterlassung der Meldung wird der Entzug der Lebensmittelkarten angedroht."

"Die Reichsstraße 27 (Heilbronn – Jagstfeld – Heidelberg) darf auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung vom Zivilverkehr (Fußgänger und Fahrverkehr) nicht benutzt werden. Zuwiderhandelnde werden ab heute bestraft."

"Die vierte Entlassungsliste verzeichnet 24 aus der Stadt- und der Landkreisverwaltung wegen NSDAP-Mitgliedschaft bzw. politischer Betätigung im Dritten Reich entlassene Beamte, Angestellte und Arbeiter, darunter auch Oberbaurat Ernst Maier (Vorstand des Hochbauamtes) und Landrat Dr. Ernst Heubach.

Im Einvernehmen der Ernährungsämter A und B – Land bzw. Stadt wird für die 76. und 77. Zuteilungsperiode (28. Mai - 24. Juni und 25. Juni - 22. Juli) eine neue Lebensmittelkarte für den Stadt- und den Landkreis Heilbronn ausgegeben. Vom Landesernährungsamt in Stuttgart sind immer noch keine Weisungen eingetroffen, so daß die hiesigen Ernährungsämter auf eigene Verantwortung disponieren müssen.

Für die wenigen zur Verfügung stehenden Verbrauchsgüter sind Verteilerausschüsse eingesetzt, ebenso für die Zuteilung von Wohnraum und für die Zulassung von Fahrzeugen.

Eine Bekanntmachung von OB Emil Beutinger verlangt die Gehweg- und Kandelreinigung, soweit die Wege nicht durch Trümmer verschüttet sind."

"Im Stadt- und Landkreis tritt der Kartoffelkäfer in großer Zahl auf. Schuljugend und Lehrer werden zur Bekämpfung aufgerufen.

Die Einwohnerschaft wird zur Ablieferung aufgefundener und weggenommener Autoreifen aufgefordert.

Auf vielen Trümmerhaufen in der Stadt wachsen Gras und allerlei Unkraut, sogar einzelne Kartoffelstauden."

"In Heilbronn (ohne Vororte) werden 28 Straßen um- bzw. rückbenannt, u.a. die Adolf-Hitler-Allee in Allee, die Prager Straße in Cäcilienstraße und die Wiener Straße in Wilhelmstraße."