Hinweise für den Unterricht

Ein Vergleich von Ansichten Heilbronns vom Beginn und der Mitte des Jahrhunderts zeigt, wie die Industrialisierung das Bild der Stadt in der Landschaft verändert hat. Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung, zu Firmengründungen und zur wachsenden Zahl der Arbeitskräfte in den Industriebetrieben verdeutlichen den sozialen Wandel, der vordem eher agrarisch und handwerklich geprägten Stadt. Exemplarisch wird die Entstehung und Entwicklung der Heilbronner Papierindustrie vorgestellt, aus der Schülerinnen und Schüler den Übergang von der einst handwerklich betriebenen Mühle zum modernen Fabrikbetrieb mit Schlüsselfunktion (Anschub der Maschinenindustrie) erkennen können.

Schwerpunktmäßig werden in diesem Modul die Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeiterinnen und Arbeitern thematisiert und zwar in den Bereichen Arbeitszeiten, Löhne, Fabrikordnungen, Gesundheitsverhältnisse, Wohnverhältnisse, Kinderarbeit und Säuglingssterblichkeit.

Ergänzend wird der Konflikt zwischen Arbeiterbewegung und Staat aufgegriffen, der in einem speziellen Modul bereits vertieft behandelt wurde: Arbeiterbewegung: Trau! Schau! Wem? Kaiserattentate, Sozialistengesetze und Heilbronner Sozialdemokratie. Außerdem wird das "Neckar-Echo", als "Tageszeitung fürs Werktätige Volk" vorgestellt. Abgerundet wird dieser Schlussteil mit einem Exkurs über Wilhelm Blos und die Satirezeitschrift "Der wahre Jakob", aus der auf den Arbeitsblättern zu den Arbeits- und Lebensbedingungen in Heilbronn Zeichnungen und Karikaturen zur Veranschaulichung der jeweiligen Themenbereiche eingefügt sind.

 
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