Riesenflugzeuge

Einige Heilbronner waren beteiligt, als kurz vor dem Ersten Weltkrieg die Idee für ein Großflugzeug entstand: Hellmuth Hirth wollte mit einem solchen Flugzeug als Erster den Atlantik überqueren, doch der beginnende Krieg setzte das Projekt unter militärische Vorzeichen.

Ein neu gegründetes Konsortium wollte das Projekt realisieren. Ihm gehörte von industrieller Seite aus Hellmuth Hirths Vater Albert Hirth an, ebenso der Bosch-Direktor Gustav Klein und Graf Zeppelin. Für die Konstruktion des Flugzeuges konnte man den aus Heilbronn stammenden Flugzeug-Professor Alexander Baumann sowie Wilhelm Maybach und seinen Sohn Karl als Motorenkonstrukteure gewinnen.

In Staaken bei Berlin wurde eine Firma gegründet, die unter Baumanns Leitung mehrere "Riesenflugzeuge" entwickelte; sie hatten teilweise eine Flügelspannweite von mehr als 40 Metern! Die "Staaken R VI" wurde schließlich in Kleinserie gebaut und kam in den letzten Monaten des Krieges als Bombenflugzeug zum Einsatz.

 
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