Hans von Mingolsheim

Der Baumeister Hans von Mingolsheim war Mitte des 15. Jahrhunderts in Heilbronn am Umbau des Langhauses der Kilianskirche beteiligt; er wird darüber hinaus vielfach in Quellen der Stadt erwähnt, war Bürger der Stadt und Mitglied des Rats.

Das Urkundenbuch der Stadt Heilbronn führt ihn an mehreren Stellen auf (Band 1 Nr. 808; Band 2 Nr. 1119, 1357, 1534a; Band 4 Nr. 3481a, 3490d) und weist darauf hin, dass die später noch in der Stadt ansässige Familie Steinmetz auf Hans von Mingolsheim zurückgeht. Aus den Einträgen lässt sich folgern, dass er (oder sein Vater?) womöglich schon 1399 in Heilbronn weilte (Eintrag im Betbuch); 1458 wohnt er in der Klostergasse, er ist 1460 Mitbürger und Ratsherr. 1470 ist er Witwer, seine verstorbene Frau hieß Els Mettelbachin. 1473 ist er wohl kurz nach der Heirat mit Margret Berlin verstorben, bevor "seiner hußfrowen hyraut" verbrieft und versiegelt worden ist. Aus dieser kurzen Ehe stammt auch ein Kind ("Hänslein").

 
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