Das Kloster Mariental

1238 gab Bischof Hermann von Würzburg einem neu gegründeten Kloster zu Böckingen (locum dictum volgariter Bogkingen) Vorschriften und Privilegien. Diese Erwähnung im Kopialbuch des Klosters Frauenzimmern bezieht sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den früheren Ort Böckingen östlich von Heilbronn.

Offensichtlich wurde das Kloster jedoch nicht dort eingerichtet, sondern zunächst in Lauterstein, einer heute abgegangenen Siedlung zwischen (Kirchardt-)Berwangen und (Bad Rappenau-)Fürfeld. Die Nonnen tauschten dann 1245 ihre Besitzungen in Böckingen(-Ost) gegen das Gut des Klosters Adelsberg in Zimmern an der Zaber und zogen direkt von Lauterstein in ihr Kloster in Zimmern; sie behielten jedoch vorerst den Namen Mariental bei, bis im 14. Jahrhundert die Bezeichnung Frauenzimmern auftaucht.

 
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