Lohturm und Lohtor

Auf der Ansicht des Jahres 1554 heißt er „Lawerthurm“ – also „Lauerturm“. Lauer ist gleichzeitig ein Wort für das niedrige Flussvorland. Nach der Chronik wurde der Turm 1482 erbaut. Er stand am Gerberviertel, so dass der Name auch mit der Gerberlohe in Zusammenhang stehen könnte.

Als 1735 ein Bataillon russischer Soldaten nach Heilbronn verlegt wurde, richteten ihnen die Bürger zwei Brennhütten vor dem Lohtor als Schwitzbad ein. „Nach dem Schwitzen gingen sie in den kalten Neckar“, heißt es in der Chronik.

Im Jahr 1844 wurde der Turm abgerissen. Damals war er schon seit Menschengedenken nicht bewohnt sondern zur Lagerung von Holz und dergleichen verpachtet. Auf dem Streifen zwischen Stadtmauer und Neckar befanden sich noch in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts Gerberhütten und sogenannte Lohkäsgerüste zum Trocknen der alten Gerberlohe.

 
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