Karl Georg Haldenwang (1803-1862)

Karl Georg Haldenwang wurde am 16. Oktober 1803 in Simmozheim (LK Calw) geboren; nach dem Besuch der Lateinschule in Tübingen kam er 1818 auf das Niedere Seminar in Urach und danach auf das Hohe Seminar in Tübingen – u.a. zusammen mit Eduard Mörike.

1826 trat Haldenwang eine Vikariatsstelle an; nach der zweiten Dienstprüfung war er Privatlehrer in der Schweiz, 1833 wurde er Pfarrer in Wildberg. In der armen Schwarzwaldgemeinde gründete er eine „Beschäftigungsanstalt“ und Industrieschulen, eine „Privat-Almosenkasse“ und eine „Privatlehranstalt“ für angehende Lehrer. 1838 entsteht auf seine Initiative ein „Rettungshaus für schwachsinnige Kinder“ – die erste behindertenpädagogische Einrichtung in Süddeutschland.

1845 kommt Haldenwang als Hospitalprediger nach Giengen an der Brenz, 1850 als Gemeindepfarrer nach Böckingen. Auch hier wirkt er stark im sozialen Bereich und wird mit den Auswirkungen der industriellen Revolution im heutigen Heilbronner Stadtteil konfrontiert.

Haldenwang starb am 30. August 1862 in Heilbronn.

 
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