Italiener am Neckar – das Fiat-Werk Heilbronn

„Italiener! Für den Duce, für den Führer, für Italien und Deutschland, für Heilbronn und NSU: Heil, Heil, Heil!“
(Heilbronner Tagblatt vom 14.08.1939 anlässlich eines Besuchs von 650 Fiat-Arbeitern in Heilbronn)

Das Neckarsulmer Motorrad- und Automobilunternehmen NSU hatte sich 1925 unter der Führung seines Hauptaktionärs Jakob Schapiro mit den Heilbronner Süddeutschen Carosseriewerken Schebera und weiteren Firmen zu einem frühen Konzern zusammengeschlossen. Schapiro musste jedoch 1928 seine Anteile an die Dresdner Bank abgeben. Daraufhin wurde das Heilbronner Werk von Fiat übernommen und als NSU Automobil-AG weitergeführt.

Nach 1933 erhielt diese deutsch-italienische Firma eine politische Dimension und wurde zu einem Symbol des faschistischen Bündnisses der „Achsenmächte“.

In der Nachkriegszeit nahm Fiat die Produktion in Heilbronn wieder auf und führte sie bis 1969 weiter, bis 1966 unter der Marke NSU/Fiat.

 
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