Paul H. Distelbarth (1879-1963)

Paul H. Distelbarth wurde am 23. Dezember 1879 in Wiesenthal bei Gablonz (Böhmen) geboren. Seit 1921 lebte er mit seiner Familie in Löwenstein-Rittelhof.

Die Erlebnisse während des Ersten Weltkriegs machten Distelbarth zum entschiedenen Kriegsgegner. Er wurde eine herausragende Gestalt der Völkerverständigung zwischen Frankreich und Deutschland, für die er sich – nicht nur als Schriftsteller und Journalist – seit den frühen 1930er Jahren trotz aller Widerstände einsetzte. Nach 1933 versuchte er, seine deutsch-französische Verständigungsarbeit im Pariser Exil fortzuführen.

Im März 1946 wurde Distelbarth Mitbegründer und Herausgeber der „Heilbronner Stimme“. In seinen Leitartikeln forderte er die Neugestaltung der politischen Kultur in Deutschland und warb um eine Öffnung gegenüber den Nachbarnationen, insbesondere die Verständigung mit Frankreich blieb weiterhin sein Anliegen.

Paul H. Distelbarth starb am 17. Januar 1963 in Rittelhof.

 
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